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TIWAG nutzt Autobahnlärmschutz für Gewinnung von Solarstrom

Nach der Erprobungsphase trafen sich die Verantwortlichen an Ort und Stelle, um sich von der Wirksamkeit der Anlage zu überzeugen: Das für Energie verantwortliche Regierungsmitglied LH-Stv. Anton Steixner, ASFINAG-Alpenstraßen GmbH.-Geschäftsführer DI Klaus Fink, TIWAG-Vorstandsvorsitzender Dr. Bruno Wallnöfer und Ing. Roland Sedelmayer von der SED Produktions- GmbH. als Entwickler des Fotovoltaiksystems.

Steixner: Wertvolle Ergänzung

Für Steixner steht außer Frage, "dass uns in Tirol der Umstieg auf eine Kreislaufwirtschaft im Energiebereich gelingen muss. Das heißt, wir müssen unseren Energieverbrauch drastisch reduzieren und den dann noch verbleibenden Energiebedarf mit eigenen, erneuerbaren und CO2-freien Energieträgern decken. Dazu zählen die Wasserkraft, Biomasse und wie hier die Solarenergie. Dies ist ein hoffnungsvoller Auftakt und eine wertvolle Ergänzung zum Ausbau der heimischen Wasserkraft".

Wallnöfer: TIWAG setzt Solarschwerpunkt

Für Wallnöfer stellt das Sonnen-Pilotprojekt an der Jenbacher Lärmschutzwand in Projektpartnerschaft mit der ASFINAG den Auftakt zu einem echten Solarschwerpunkt der TIWAG-Strategie dar: "Wir unterstützen voll das Europäische Klimapaket und die Tiroler Energiestrategie 2020. Die TIWAG wird daher den angemessenen Ausbau der heimischen Wasserkraft um zusätzliche wesentliche Aktivitäten zur Nutzung alternativer Energieerzeugungsformen und zur Förderung effizienter Energieverwendung ergänzen". Ein Baustein dieser Zielsetzung ist Wallnöfer zufolge die Nutzung von Lärmschutzwänden als Trägersystem für Solarzellen. Die im Sommer montierte, rund 100 Meter lange Fotovoltaikanlage der Wiener Firma SED habe sich bewährt und "wird nun wegen Erfolges um das Doppelte verlängert". Weitere Standorte für 2009 sind in Vorbereitung, so etwa bei Volders.

Fink: ASFINAG für Pilotprojekte der TIWAG

Die ASFINAG unterstütze die Entwicklung nachhaltiger Systeme und Pilotprojekte, speziell auch das der TIWAG, betonte Fink. Die Anbringung der Fotovoltaikanlagen an den Lärmschutzeinrichtungen bei Jenbach-Nord besitze Vorzeigecharakter. Mit dieser Doppelnutzung der Schallschutzwand würden neue Wege beschritten und Synergien genutzt. Deshalb, so Fink, "verzichten wir in diesem Fall auch auf die Einhebung eines Entgelts oder ähnlicher Abgeltungen".

Sedelmayer: Sonnenstrom und Lärmschutz

Mag. Roland Sedelmayer von der Herstellerfirma SED Produktions- Ges.m.b.H. erläutert die Technologie: "Das von uns entwickelte Fotovoltaiksystem besticht durch seine Einfachheit und seine Flexibilität. Zudem ist es vergleichsweise kostengünstig. Wir wollten gemeinsam mit der TIWAG ein Vorzeigeprojekt auf die Beine stellen, um deutlich zu machen, wie einfach es ist, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten". Die hochmodernen Solarzellen unterstützen auch die Lärmdämmung. Sie sind äußerst stabil und fügen sich unauffällig am oberen Ende der Lärmschutzwand ein. Sedelmayer: "Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe − Lärmschutz und Solarstrom. Damit wird Tirol zur Vorzeigeregion auf dem Gebiet der Fotovoltaik".

Daten und Fakten zur Fotovoltaikanlage Jenbach:

  • Hersteller der Fotovoltaikanlage: SED Produktionsgmbh.
  • Solargeneratorleistung: 4,896 Kilowatt
  • Gesamt-Jahresenergieeintrag: rund 5 000 Kilowattstunden Solarstrom
  • Trägersystem der Fotovoltaikanlage: ASFINAG-Lärmschutzwand auf einer Länge von vorerst rund 100 Metern
  • Investitionsvolumen der TIWAG: € 41.000

 

Die TIWAG nahm ihre Fotovoltaik-Anlage auf der Lärmschutzwand bei Jenbach in Betrieb.
Die TIWAG nahm ihre Fotovoltaik-Anlage auf der Lärmschutzwand bei Jenbach in Betrieb.
 
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