TIWAG-Bilanz: 2008 zweitbestes Jahresergebnis trotz Wirtschaftskrise
Der TIWAG-Aufsichtsrat hat am Freitag, den 8. Mai 2009, den Jahresabschluss 2008 genehmigt. Mit Umsatzerlösen von EURO 1,157.900.000.- und einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von EURO 88,3 Mio. hat das Unternehmen das bisher zweitbeste Geschäftsjahr präsentiert. Aufsichtsratsvorsitzender Ferdinand Eberle: "Die TIWAG hat die Wirtschaftskrise bestens abgefedert und sich als das wichtigste und bei weitem ertragsstärkste Landesunternehmen bestätigt."
Wallnöfer: Tiroler Wasserkraftvorteil
Vorstandsvorsitzender Dr. Bruno Wallnöfer betont: "Dieses Ergebnis verdanken wir einer konsequenten Unternehmensstrategie, unseren 1.300 tüchtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Tiroler Wasserkraftvorteil – dies alles bei traditionell niederen Strompreisen."
Fraidl: Investitionen in sichere Versorgung
"Dieses solide Ergebnis sichert die Unabhängigkeit der TIWAG als Tiroler Landesunternehmen und ist Voraussetzung für die notwendigen Zukunftsinvestitionen in Wachstum und Versorgungssicherheit," erklärte Vorstandsdirektor DI Alfred Fraidl.
Rekorddividende
Vom Ergebnis 2008 fallen € 14 Mio. Körperschaftssteuer an. Das Land Tirol erhält eine Rekorddividende von € 21 Mio. Darüber hinaus werden die Rücklagen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Finanzierung des projektierten Ausbaues der heimischen Wasserkraft planmäßig aufgestockt, betonen Wallnöfer und Fraidl.
Jahresergebnis von bilanziellen Sondereffekten belastet
Während der operative Verlauf des Geschäftsjahres 2008 vergleichsweise noch sehr gut war, wurde das Ergebnis durch Sondereffekte der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie des eingetretenen Strompreisverfalls massiv belastet. So mussten die Veranlagungsverluste der TIWAG-Pensionskasse mit einem Nachschuss von € 22,5 Mio. ausgeglichen werden. Darüber hinaus erforderte der dramatische Strompreisverfall seit Herbst 2008 eine Abwertung abgeschlossener Stromtermingeschäfte in Höhe von € 12,4 Mio. Zudem sind 2008 positive Einmaleffekte des Rekordjahres 2007 weggefallen.
Niedrigster Haushaltsstromtarif
"Gerade in der Wirtschaftskrise und bis zum heutigen Tag zeichnen wir uns durch den niedrigsten Haushaltsstromtarif im Vergleich der neun österreichischen Landesenergieversorgungsunternehmen und der Verbundgesellschaft aus", betont Wallnöfer. "Dafür nehmen wir befristet auch ein niedrigeres Betriebsergebnis in Kauf. Wir stehen zu unserer Standortverantwortung im Rahmen unserer betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten."
Ausblick 2009
Angesichts der zunehmenden Wirtschafts- und Beschäftigungskrise steht auch die TIWAG vor einem schwierigen Geschäftsjahr 2009, erläutert Fraidl: "Schon im 1. Quartal ist der Stromabsatz konjunkturbedingt um 1,7 Prozent zurück gegangen. Dessen ungeachtet hält die TIWAG an ihren Projekten zum schonenden Ausbau der heimischen Wasserkräfte fest. Diese Investitionen vor Ort sind nämlich nicht nur der Motor für die Wiederbelebung der Wirtschaft und Arbeit in Tirol, sondern sichern auch die notwendige Eigenerzeugung für den Wirtschaftsstandort und den künftig wieder steigenden Strombedarf."
Wallnöfer bekräftigt: "Unser Masterplan zum Ausbau der heimischen Wasserkraft ist weiter auf Schiene. Wir hoffen auf die notwendige Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Mithilfe einer schlagkräftigen Behördenorganisation. Unseren Beitrag dazu werden wir jedenfalls verlässlich leisten."
Mit Wasserkraft 900.000 to CO2 vermeiden
Mit der Realisierung der TIWAG-Projekte zum schonenden Ausbau der heimischen Wasserkräfte wird gegenüber kalorischer Erzeugung ein jährlichen Ausstoß von ca. 900.000 Tonnen CO2 vermieden.
