TIWAG ergänzt ihr Photovoltaik-Engagement entlang der A12 in Jenbach und bei Vomp
Im Sommer 2009 ergänzte die TIWAG ihre rund 100 Meter lange Photovoltaikanlage auf der Lärmschutzwand entlang der A12 bei Jenbach mit einem ebenso langen, zweiten Abschnitt. Die beiden Anlagen verfügen über eine Gesamtleistung von 9 Kilowatt.
Nun investierte die TIWAG weitere 35.400 Euro in diese zukunftsträchtige Technologie:
Für die Autobahnstrecke bei Vomp wurden mit den Lieferanten neue Lärmschutzwandelemente entwickelt, die es ermöglichen, die einzelnen Photovoltaik-Module direkt in diese zu integrieren. Mit diesem Konzept können nunmehr Standard-Photovoltaikmodule eingesetzt und Kostenvorteile genutzt werden.
"Mit unseren Anlagen bei Jenbach konnten wir in den vergangenen Monaten viel Erfahrung sammeln und haben das neue Projekt bei Vomp in Zusammenarbeit mit den ausführenden Firmen Forster (Lärmschutzelemente), ATB-Becker (PV-Anlage) und der ASFINAG nochmals optimiert", erklärt Vorstandsvorsitzender Dr. Bruno Wallnöfer.
Für den Vomper Bürgermeister Karl-Josef Schubert ist die neue Photovoltaikanlage auf seinem Gemeindegebiet ein Vorzeigeprojekt: " Als Bürgermeister begrüße ich die Initiative von ASFINAG und TIWAG, die Lärmschutzwände bei Vomp/Fiecht mit Photovoltaik-Elementen auszustatten. Ich bin überzeugt, dass die erneuerbaren Energieträger Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie sowie die Biomasse die Energiequellen der Zukunft darstellen. Diese Investition bedeutet einen wichtigen Schritt in eine saubere Energiezukunft ."
"Die PV-Anlage ist mit einem Datenlogger ausgerüstet. Damit sind wir in der Lage, die tatsächlichen Erträge der Anlage mit unseren Simulationswerten zu vergleichen und weiter zu optimieren", erläutert TIWAG-Bereichsleiter DI Walter Auer. Mit 4 Kilowatt Leistung und einer Photovoltaik-Gesamtfläche von 29 m² wird der geschätzte Jahresertrag an CO2-freiem Sonnenstrom bei ca. 3200 Kilowattstunden liegen.
TIWAG investiert in Zukunftstechnologie
"Die Nutzung der Wasserkraft als wichtigste, erneuerbare Ressource zur Energiegewinnung in den Alpen wurde von der TIWAG bereits um drei moderne Biomasse-Fernheizkraftwerke, einen Solarpark am Gelände des Achenseekraftwerks sowie um weitere Photovoltaik-Projekte entlang der Autobahn A12 ergänzt. In Zusammen- arbeit mit der ASFINAG planen wir weitere auch innovative Anlagen. Die gesamte Solartechnologie entwickelt sich rasant weiter, als Landesunternehmen legen wir Wert darauf, immer am Ball zu bleiben und investieren schon heute in potenzielle Energieträger von morgen", so TIWAG-Vorstandsdirektor DI Alfred Fraidl.
Fink: "Anrainerschutz und Stromgewinnung kombinieren."
Auf derart innovative Projekte setzt auch die ASFINAG bei der Kooperation in diesem Bereich. "Die Entwicklung dieses neuen Lärmschutzwandelements, um die wichtige Funktionalität von Anrainerschutz und Energiegewinnung zu kombinieren, ist ein wesentlicher Schritt, diese Möglichkeit und Technologie hinsichtlich Funktionalität, Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu entwickeln", bestätigt DI Klaus Fink, Geschäftsführer der ASFINAG Alpenstraßen GmbH. Die ASFINAG war aus diesen Gründen maßgeblich an der Entwicklung dieser Lösung samt Photovoltaikmodul beteiligt.
Im Falle von Jenbach besteht die Anlage aus absorbierenden Lärmschutzwandkassetten in Aluminiumbauweise mit einem integrierten Photovoltaikmodul. "Die Vorderseite der Kassetten wurde so ausgebildet, dass die Module optimal geneigt beim Einbau ausgerichtet und die Restfläche absorbierend ausgebildet werden können", erklärt DI Fink.

Auer, Fraidl, Wallnöfer, Fink und Schubert präsentieren die neue Anlage.
