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TIWAG und Verbundgesellschaft künftig Partner für das Tiroler Übertragungsnetz

Das vom EU-Parlament und vom Ministerrat verabschiedete 3. EU-Liberalisierungspaket, mit dem die für die Stromnetze gültigen Regelungen europaweit deutlich verschärft werden, ist mit 03. September 2009 in Kraft getreten. Insbesondere für Übertragungsnetze führen diese Regelungen zu einem Umbruch: bisher integrierte Elektrizitätsunternehmen wie auch die TIWAG müssen das Eigentum und die Kontrolle über den Betrieb des Übertragungsnetzes jedenfalls abgeben. Durch aufwändige Entflechtungsvorschriften wird ein isolierter Fortbestand von kleinen Übertragungsnetzen wie dem Tiroler Übertragungsnetz extrem unwirtschaftlich und unpraktikabel.

Wallnöfer: Höchste Priorität für sichere Stromversorgung Tirols

Die TIWAG als Eigentümerin des Übertragungsnetzes hat daher vorausschauend eine strategische Antwort auf diese neuen Herausforderungen vorbereitet und mit dem VERBUND eine Kooperation über die zukünftige Regelzonenführung und den Übertragungsnetzbetrieb in Tirol vereinbart. TIWAG-Vorstandsvorsitzender Dr. Bruno Wallnöfer: "Die Kooperation mit dem VERBUND als österreichischem Partner gewährleistet die kostengünstige und sichere Stromversorgung Tirols auch unter den neuen Rahmenbedingungen und stärkt den Fortbestand des für die Stromversorgung Tirols seit Jahrzehnten bewährten thermo-hydraulischen Verbundes mit Süddeutschland (Export von Spitzenstrom, Import von in Tirol zu wenig vorhandenem Bandstrom) über TIWAG-eigene Kraftwerksleitungen. Mit der neuen Kooperation ist die TIWAG für den von Brüssel initiierten Umbruch im Übertragungsnetz erstklassig aufgestellt."

Entstrasser: Kooperation gewährleistet Tirols Interessen

Die Kooperation gewährleistet, dass das Eigentum an den volkswirtschaftlich wichtigen Höchstspannungsleitungen in Tiroler Hand gehalten werden kann und diese Infrastruktur damit auch für nachfolgende Generationen gesichert wird. TIWAG Netz AG-Vorstandsdirektor Dr. Erich Entstrasser: "Die Kooperation sichert zudem den Erhalt der Arbeitsplätze in Tirol und minimiert durch eine integrierte Netzausbauplanung beider Partner unter Berücksichtigung der Gesamterfordernisse Tirols die Inanspruchnahme der Umwelt für den notwendigen Stromtransport."

Im Falle eines großflächigen Ausfalles der Stromversorgung ("black out") ist auch zukünftig sichergestellt, dass die TIWAG-Netz AG durch den Einsatz der Tiroler Kraftwerke und durch das in Tirol vorhandene Netz die Stromversorgung im Inselbetrieb von Tirol aus autark wieder aufbauen kann und nicht auf Aktivitäten auf europäischer oder nationaler Ebene angewiesen ist.

 

 

 


 
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