TIWAG-Hauptgebäude wird sparsam, qualitätsorientiert und energieeffizient saniert
Das TIWAG-Geschäftsgebäude am Innsbrucker Eduard-Wallnöfer-Platz wurde in den Jahren 1950/1957 errichtet. Die sohin deutlich über fünfzig Jahre alte, vergleichsweise dürftige Bausubstanz erfordert nunmehr zumindest eine Teilsanierung, die mit dem Ausbau des obersten Stockwerkes, der Herstellung einer zeitgemäßen Wärmedämmung und der Neugestaltung einer architektonisch ansprechenden Fassade verbunden wird.
Ausgangslage und Zielsetzung
Im Zuge der nicht mehr aufschiebbaren Sanierung und Verbesserung der Energieeffizienz des TIWAG-Geschäftsgebäudes am Eduard-Wallnöfer-Platz (u.a. thermische Sanierung, Dachsanierung, Ausbau zusätzlicher Büroeinheiten im 5. Obergeschoß, Schaffung eines behindertengerechten Zugangs) hatte sich die TIWAG zur Durchführung eines EU-weiten Architektenwettbewerbs entschieden.
"Unser Ziel war es, eine sparsame, zweckmäßige, energieeffiziente und architektonisch ansprechende Neugestaltung des Altbestandes im urbanen Umfeld zu realisieren. Diese Zielsetzung haben wir vollinhaltlich erreicht", freut sich TIWAG-Vorstandsvorsitzender Dr. Bruno Wallnöfer. "Durch die Neugestaltung der Fassade soll auch die Kompetenz und Vorbildwirkung zum Thema Energieeffizienz transportiert werden" unterstreicht Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Alfred Fraidl. "Die städtebaulich bedeutende Lage an der Westseite des Eduard-Wallnöfer-Platzes erforderte auch eine der Umgebung angemessene, attraktive Neugestaltung des äußeren Erscheinungsbildes."
Die Jury
setzte sich aus Univ.-Prof. Mag.arch. Elsa Prochazka als Vorsitzender sowie Arch. Dipl.-Ing. Peter Lorenz, Dipl.Arch. Erika Schmeissner-Schmid sowie den TIWAG-Vorstandsmitgliedern Wallnöfer und Fraidl zusammen. Beratende Mitglieder der Jury waren Dipl.Ing. Diana Ortner (Amt der Tiroler Landesregierung) und Dipl.-Ing. Kathrin Aste (Mitglied des Siegerteams der Neugestaltung des Eduard-Wallnöfer-Platzes).
Das Siegerprojekt
An dem EU-weit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb hatten sich 25 nationale und internationale Architekturbüros beteiligt. Das Siegerprojekt des Grazer Architekturbüros pürstl.langmaier.architekten (DI Bernd Pürstl und DI Herwig Langmaier) überzeugte die Jury unter anderem durch eine konsequente Überformung des gesamten Gebäudeensembles, durch die Neugestaltung des Eingangsbereiches mit einer großzügigen behindertengerechten Zugangsmöglichkeit und eine geschickte Einbindung des neu zu gestaltenden Eduard-Wallnöfer-Platzes. Auch die Funktionalität des Dachgeschoßes mit zusätzlich angebotenen Büroflächen wird durch die Einbeziehung der Dachfläche als "5. Fassade" wesentlich verbessert.
Die Maßnahmen zur energietechnischen Aufrüstung des Gebäudes sind angemessen und die Einbettung von Photovoltaikelementen architektonisch gelungen. Die vorgehängte durchlässige Glashaut der Ostfassade leugnet nicht, dass es sich hier um keinen Neubau, sondern um die optische, funktionale und ökologische Weiterentwicklung eines Altbestandes in ein künftig neu zu interpretierendes urbanes Umfeld handelt, so die Jury einstimmig.
Umsetzung
Die TIWAG wird im Jahr 2010 die Detailplanung und -projektierung, die Ausschreibung der Gewerke und die erforderlichen Behördenverfahren durchführen. Die Umbaumaßnahmen werden dann im Jahr 2011 mit einem voraussichtlichen Investitionsvolumen von vier Mio. EUR realisiert werden. Der Umbau wird bei laufendem Bürobetrieb erfolgen. Es ist nur eine temporäre Aussiedlung der unmittelbar betroffenen MitarbeiterInnen im 5. OG vorgesehen.

Das neue Fassadenmodell des Architekturbüros pürstl.langmaier.architekten.
