Neubau des TIWAG-Kraftwerks Bruckhäusl: Ein kleiner Beitrag zu einem großen Ziel
Am Fuße des Schlosses Itter an der Brixentaler Ache nahe dem Weiler Einöden im Gemeindegebiet Wörgl ersetzt die TIWAG derzeit zwei schon 100 Jahre alte Wasserkraftwerke durch eine neue Kraftwerksstufe. Das neue Kraftwerk Bruckhäusl wird mit 15,8 Millionen Kilowattstunden pro Jahr fast doppelt so viel Strom erzeugen wie die beiden alten Anlagen zusammen (8,4 GWh). "Damit leisten wir einen kleinen Beitrag zu einem großen Ziel: Dem ökologischen, effizienten und nachhaltigen Ausbau der heimischen Wasserkräfte – nicht nur durch den angestrebten Bau großer Kraftwerksanlagen wie z.B. im Kühtai und im Kaunertal, sondern auch durch eine Steigerung des Potenzials kleiner Gewässer", erläuterte TIWAG-Vorstandsvorsitzender Dr. Bruno Wallnöfer anlässlich der heutigen Projektpräsentation in Bruckhäusl.
LH Platter: "Effiziente Wasserkraftnutzung"
In Tirol speisen ca. 950 Kleinwasserkraftwerke jährlich 1,4 Mrd. Kilowattstunden – so viel wie in keinem anderen Bundesland – ins öffentliche Netz ein und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur heimischen Energieversorgung, zur regionalen Wertschöpfung und zum Klimaschutz. Sie können damit ca. 408.000 Haushalte mit CO2-freiem Strom versorgen.
"Mit dem Neubau des KW Bruckhäusl ermöglicht die TIWAG eine effizientere Nutzung der Brixentaler Ache, verbessert damit zugleich auch die gewässerökologischen Verhältnisse und sichert die Stromversorgung von immerhin fast 4000 Haushalten. Neben der Modernisierung bestehender Anlagen bekennt sich die Tiroler Landesregierung ganz klar zum Ausbau der Wasserkraft in Tirol. Wir haben in Tirol diese saubere und umweltschonende Energiealternative in den eigenen Händen und es wäre unverantwortlich, wenn wir den Ausbau dieser Ressource nicht forcieren ", betonte Landeshauptmann Günther Platter im Zuge der Baustellenbesichtigung.
Ökologische Vorteile durch Neubau
Im Jahr 2002 übernahm die TIWAG die beiden Kleinwasserkraftwerke Einöden und Söll-Leukental von der Kaiserwerke Elektrizitätsversorgungs-GmbH. Vorstandsvorsitzender Wallnöfer: "Die TIWAG will nicht nur große Projekte zur Nutzung der heimischen Wasserkraft umsetzen, sondern geht auch mit kleinen Wasserkraft-Ressourcen sorgfältig um. Deshalb ist auch das neue Kraftwerk Bruckhäusl ein Beitrag für eine CO2-arme, dezentrale und autonome Energiepolitik in Tirol."
"Die neue Anlage Bruckhäusl soll bis Herbst 2011 in Vollbetrieb gehen. Die TIWAG investiert 16,9 Millionen Euro in das Kleinwasserkraftwerksprojekt und damit auch in die heimische Wirtschaft und in eine ökologische, nachhaltige Energieversorgung für die Region. Wir bedanken uns bei den Standort-Gemeinden für die gute Zusammenarbeit. Alle haben am gleichen Strang gezogen", freut sich Vorstandsdirektor DI Alfred Fraidl.

Bgm. Rieder (Kirchbichl), TIWAG-Vorstandsvorsitzender Wallnöfer, Landeshauptmann Platter und Wörgls Vizebgm.in Evelin Treichl bei der Baustellenbesichtigung.
