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Erkundungsstollen im Längental wurde angeschlagen: Projektmeilenstein für Kraftwerksausbau

Am Freitag feierte die TIWAG im Sellrainer Längental gemeinsam mit der ausführenden Baufirma ALPINE BeMo Tunnelling den Anschlag eines Sondierstollens für das geplante   Ausbau-Projekt "Speicherkraftwerk Kühtai".  

Anwesend waren u.a. der Silzer Bürgermeister Hermann Föger, der Obmann der Agrargemeinschaft Längentalalpe Hubert Leitner, der Tourismussprecher für die Region Kühtai Christian Graf Stolberg und das TIWAG-Vorstandsteam Dr. Bruno Wallnöfer und DI Alfred Fraidl. Dekan Josef Tiefenthaler nahm die Tunnel-Segnung und Stollenpatin Anna Elisabeth Leitner die symbolische Anschlag-Sprengung vor.

"Der Bau des Anna Elisabeth-Sondierstollens ist ein Meilenstein für unser Ausbau-Projekt: Er bildet den Abschluss aller Geländeerkundungen und gibt Einblick in die Geologie vor Ort.   Damit sind die technischen Vorarbeiten für den geplanten Kraftwerksbau komplett. Wir sind zuversichtlich, das weitere Bewilligungsverfahren für dieses besonders gewissenhaft vorbereitete Projekt mit einem positiven Bescheid der Umweltbehörde abschließen zu können", erklärte TIWAG-Vorstandsvorsitzender Dr. Bruno Wallnöfer anlässlich der Tunnel-Anschlagfeier.

Umfangreiche Erkundungen

Das Projekt "Speicherkraftwerk Kühtai" sieht – ergänzend zur bestehenden Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz – die Errichtung eines dritten Speichers im Kühtai und den Bau eines weiteren Kavernenkraftwerkes vor. Im engeren Projektgebiet waren dafür umfangreiche Untersuchungen und Erkundungen notwendig, um den Standort ökologisch, technisch und wirtschaftlich optimal wählen zu können. Dazu zählten vielfältige naturkundliche Erhebungen und komplexe geologische Untersuchungen. Letztere werden nun mit dem Bau des Anna Elisabeth-Stollens abgeschlossen.

"Nach Beendigung der Erkundungsmaßnahmen wird der Tunnel mit einem Gittertor verschlossen und unzugänglich gemacht. Der Stollen wurde so situiert, dass er zu einem späteren Zeitpunkt – nach Baustart – zur Entwässerung der Kaverne nachgenutzt werden kann", erläutert Vorstandsdirektor DI Fraidl.

Bgm. Föger: "Wasserkraft und Tourismus gehen Hand in Hand"

Bürgermeister Hermann Föger aus der Projektgemeinde Silz zeigte sich zufrieden mit der bisherigen Projektarbeit der TIWAG: "Wir wurden sowohl vom Projektleiter als auch vom Vorstand laufend und umfassend über die Planungen und Arbeiten vor Ort informiert und mit eingebunden. Ich bin davon überzeugt, dass die TIWAG sehr sorgfältig und bedacht mit unseren heimischen Naturräumen umgeht und auch die Tourismusregion Silz / Kühtai   von einem dritten Speicher im Längental nachhaltig profitieren kann.

Dies unterstreicht Tourismussprecher Christian Graf Stolberg ganz entschieden: "Die beiden seit 30 Jahren vorhandenen Speicherseen Finster- und Längental sind der beste Beweis dafür, dass sich Energiegewinnung aus Wasserkraft und Tourismuswirtschaft ausgezeichnet miteinander verbinden lassen." Der Boom bei den Elektrofahrzeugen sollte laut Stolberg im Kühtai sogar aktiv genutzt werden: "Ich wünsche mir möglichst viele Treffen der Elektroautofahrer und Elektrozweiradler bei uns heroben. Denn nirgendwo lässt sich die Symbiose zwischen Elektromobilität und der Erzeugung von erneuerbarem Strom besser darstellen und erleben."

 

Technische Daten zum Anna Elisabeth-Sondierstollen:

 

Stollenlänge:                                      735 m

Querschnittsfläche:                               12 m²

Vortriebsbeginn:                          August 2010

Vortriebsende:                        November 2010

Baukosten:                                2,2 Mio. Euro

 

V.li.: Alfred Fraidl, Dekan Josef Tiefenthaler, Bgm. Hermann Föger, Stollenpatin Anna-Elisabeth Leitner und Bruno Wallnöfer beim Stollenanschlag.
V.li.: Alfred Fraidl, Dekan Josef Tiefenthaler, Bgm. Hermann Föger, Stollenpatin Anna-Elisabeth Leitner und Bruno Wallnöfer beim Stollenanschlag.
 
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