Wasserkraftausbau
TIWAG erkannte bereits 2003/2004 die Notwendigkeit eines weiteren Ausbaus der Wasserkraft
Weltweit verändern sich die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen dramatisch, die Lösung der energiepolitischen Frage wird eine wesentliche Herausforderung im 21. Jahrhundert.
Vor diesem äußerst schwierigen und risikobehafteten energiewirtschaftlichen Szenario befindet sich Tirol in der vergleichsweisen glücklichen Lage, über beträchtliche, noch nicht ausgebaute Wasserkraftreserven zu verfügen.
Die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG hat daher bereits im Jahre 2004 mit der Vorlage einer Potenzialanalyse (Optionenbericht) mögliche Standorte künftiger Wasserkraftnutzung in Tirol zur Diskussion gestellt.
Nach einer intensiven fachlichen Überprüfung dieser Potenzialanalyse durch das Amt der Tiroler Landesregierung hat die Landesregierung im August 2005 die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG aufgefordert, vier Kraftwerksprojekte vertieft zu untersuchen:
- Ausbau des bestehenden Speicherkraftwerks Kaunertal zu einer Kraftwerksgruppe mit einen zusätzlichen Speicher und einer Oberstufe als Pumpspeicherkraftwerk (Ausbau Kraftwerk Kaunertal)
- Ausbau der bestehenden Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz durch Zubau einer zweiten Oberstufe als Pumpspeicherkraftwerk (Speicherkraftwerk Kühtai)
- Ausbau eines Kraftwerkes in Osttirol am Tauernbach (ursprünglich als Pumpspeicherkraftwerk Raneburg-Matrei geplant - heute Ausleitungskraftwerk Tauernbach - Gruben)
- Neubau eines Kraftwerkes im Arlberggebiet/Pettneu (Speicherkraftwerk Malfon)

Im Juni 2006 wurde der Vorschlag der TIWAG, alle vier Projekte umzusetzen, von der Tiroler Landesregierung einstimmig und vom Tiroler Landtag mit großer Mehrheit angenommen. Der Ausbau der Wasserkraft ist damit demokratisch entschieden und politisch abgesichert.
Entscheidung Landesregierung (323KB)
Dringlichkeitsantrag Landtag (320KB)
Bereits 2006 wurde mit der Einreichplanung für das Speicherkraftwerk Kühtai begonnen, 2008 folgten die Arbeiten zur Einreichplanung für den Ausbau Kraftwerk Kaunertal und für das Kraftwerk am Tauernbach. Die drei Projekte kommen gut voran.
Das Speicherkraftwerk Kühtai befindet sich im
UVP Verfahren (550KB), das Projekt Ausbau Kraftwerk Kaunertal wurde vor kurzem zum UVP Verfahren eingereicht und das Kraftwerk Tauernbach-Gruben wird voraussichtlich Anfang 2013 bei der Behörde zur UVP eingereicht.
Die Planungsarbeiten zum Kraftwerk Malfon wurden vorerst zurückgestellt.
Energiewende und Energieautonomiebestrebungen bestätigen den richtigen Weg der TIWAG
Die Energiewende stellt die größte Revolution in unserem Energiewirtschaftssystem seit 100 Jahren dar. Die europäische Energiewende ist bereits eingeleitet und im Gang. Mit dem Energie- und Klimapaket der Europäischen Union 2008 wurde ein wesentlicher Schritt in Richtung Umbau zu einer regenerativen Energieversorgung und Steigerung der Energieeffizienz gesetzt. Mit dem Reaktorunglück in Japan 2011 beschleunigte sich die Diskussion über die Energiewende.
Aufgrund der weltweit preislichen und mengenmäßigen Unsicherheiten von Energieressourcen, insbesondere bei fossilen Energieträgern, verstärkten sich 2010 die Bestrebungen der Reduktion von Auslandsabhängigkeiten durch Ausbau heimischer Erzeugungskapazitäten (Energieautonomie bzw. Stromautonomie).
Die TIWAG-Konzernstrategie hat sich gerade im Umbruch der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen als zukunftsweisend bewährt. Es zeigt sich, dass die TIWAG die treibende Kraft für den ökologischen Wandel der Energiewirtschaft in Tirol ist.
Mit dem umweltschonenden und sozial verträglichen Ausbau der Wasserkraft und anderen erneuerbaren Stromerzeugungsformen sowie Verbesserung der Energieeffizienz leistet die TIWAG einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende in Tirol und eine standortgerechte Mitwirkung an der neuen Energie- und Klimapolitik der EU.
"Motor für die Tiroler Energieautonomie" - Vorstandsinterview/TT Energiebeilage (71KB)
Tiroler Energiestrategie 2020 (1MB)
Kriterienkatalog Wasserkraftnutzung in Tirol mit Regierungsbeschluss vom 15.03.2011 (3MB)
Deklaration Landesregierung vom 15.03.2011
Tiroler Energiemonitoringbericht 2011 (9MB)
Mit dem Regierungsbeschluss vom 15.03.2012 hat die TIWAG nochmals eine ausdrückliche politische Unterstützung für den Ausbau der Wasserkraft erhalten.
Im April/Mai 2012 erfolgte eine Erklärung zu gemeinsamen Initiativen der Energieminister von Deutschland, Österreich und der Schweiz für den Ausbau der Pumpspeicherkraftwerke. Diese zeigt, dass aus gegenwärtiger Sicht Pumpspeicherkraftwerke die einzige großtechnisch verfügbare Speichertechnologie darstellen.
Erklärung der Energieminister (51KB)
Zur Stärkung der Stromautonomie wird neben den geplanten Ausbau der Pumpspeicherkraftwerke auch die Erzeugung von Grundlast in größeren und kleineren Laufkraftwerken beitragen. Zudem behalten wir damit die Wertschöpfung im eigenen Land.
2011 wurde entschieden mit den Planungen für die Innstufe Imst/Haiming zu beginnen. Vor kurzem wurde die geplante Erweiterung des bestehenden Kraftwerkes Kirchbichl der Öffentlichkeit vorgestellt.
Auch unsere Kleinkraftwerksprojekte leisten einen nicht unerheblichen Beitrag zur Erzeugung aus regenerativer Wasserkraft: Das Kraftwerk Bruckhäusl ging im Oktober 2011 in Betrieb, das Kraftwerk Finsing ist im Bau, für das Kraftwerk Kanzingbach erwarten wir die behördliche Genehmigung und die geplante Erweiterung des Kraftwerkes Schwarzach wurde vor kurzem bei der Behörde eingereicht.
