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Kühtai mit Speicher Finstertal und Längental

Das Skigebiet Kühtai in knapp 2.000 m Seehöhe mit den in die Umgebung gut eingebundenen Speichern Finstertal und Längental sowie dem Standort des geplanten Speichers Kühtai (roter Kreis).
Das Skigebiet Kühtai in knapp 2.000 m Seehöhe mit den in die Umgebung gut eingebundenen Speichern Finstertal und Längental sowie dem Standort des geplanten Speichers Kühtai (roter Kreis).

 

Die Baumaßnahmen im Kühtai

Die Hauptbaustelle des Projektes befindet sich im hinteren Längental, abseits der Hauptverkehrsrouten. Wesentliche Baumaßnahmen im Kühtai sind die Errichtung des Steinschüttdammes für den Speicher Kühtai, der Bau des Pumpspeicherkraftwerkes Kühtai 2 und des Triebwasserweges für das Kraftwerk.

Der neue Speicher Kühtai hat ein Nutzvolumen von ca. 31 Mio. m³. Das Stauziel liegt auf 2.140 Meter Meereshöhe. Das gesamte Material für den Steinschüttdamm mit einer Höhe von 113 Metern wird aus dem künftigen Speicherraum gewonnen.

Die Bauzeit beträgt 5,5 Jahre.

Bild anklicken zur Übersicht Steinschüttdamm
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Das Pumpspeicherkraftwerk Kühtai 2 befindet sich in einer Tiefe von 175 m unter Gelände im rechten Talhang des Längentales im Bereich des geplanten Staudammes. Über den Triebwasserweg des neuen Kraftwerkes werden die Speicher Finstertal (als Oberwasserbecken) und Kühtai (als Unterwasserbecken) verbunden.

Das Krafthaus wird vollständig unterirdisch als so genanntes Kavernenkrafthaus errichtet. Das bedeutet, dass von außen nur ein Stollenportal sichtbar sein wird. Das Ausbruchsmaterial wird für den Bau des Dammes verwendet.

Die Kaverne nimmt alle elektro-maschinellen Einrichtugen für das Pumpspeicherkraftwerk auf. Die beiden Hauptmaschinensätze sind mit einstufigen, reversiblen Pumpturbinen ausgerüstet. Die starke Schwankung des Fallhöhenbereiches aufgrund der Spiegeländerungen in den Speichern Finstertal und Kühtai erfordern den Einsatz drehzahlgeregelter Maschinensätze, wobei jedem Motorgenerator ein Frequenzumrichter zugeordnet ist. Der Energieabstransport erfolgt über eine erdverlegte zweisystemige 220-kV-Kabelverbindung bis zum bestehenden Kraftwerk Kühtai 1. Hier erfolgt die Einbindung in die bestehende 220-kV-Freileitung.
Bild anklicken zur Übersicht Kaverne
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Der Triebwasserweg verbindet den bestehenden Speicher Finstertal mit dem geplanten Speicher Kühtai

Bild anklicken zur Übersicht Triebwasserweg
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Beileitungsstollen

Der Beileitungsstollen wird mittels Fräsvortrieb vom Längental/Kühtai aus aufgefahren und leitet das gefasste Wasser direkt in den neuen Speicher Kühtai. Durch den Verzicht auf weitere Angriffspunkte auf der über 25 km langen Strecke kann eine sehr umweltverträgliche Bauweise sichergestellt werden. Das gesamte Material wird nach Kühtai mit einer Stollenbahn transportiert. Vom Beileitungsstollen, der tief im Bergmassiv verläuft, werden im Bereich der Wasserfassungen sogenannte Fensterstollen, die bis zu den Wasserfassungen führen, abgezweigt. Der Stollen dient während der Bauzeit auch zum Antransport von Baumaterial für die Auskleidung des Stollens und für den Bau der Wasserfassungen.


Bild anklicken zur Übersicht Querschnitt Beileitung
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