Anfänge
Die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG wurde am 12. Juni 1924 von der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und einem Bankenkonsortium gegründet, um das damals größte Speicherkraftwerk Österreichs, das Achenseewerk, zu errichten. Den Absatz der erzeugten Energie sicherten Lieferverträge mit der Stadt Innsbruck, anderen Tiroler Gemeinden, den Österreichischen Bundesbahnen sowie mit der Bayernwerk AG.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Die energiewirtschaftliche Zusammenarbeit mit Bayern führte zum Bau der ersten grenzüberschreitenden 110 kV-Leitung Mitteleuropas und legte zugleich den Grundstein für die spätere intensive Einbindung der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG in die europäische Verbundwirtschaft. Im Jahr 1934 erhielt die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG durch Fusion mit der Zillertaler Kraftwerke AG ihr erstes Direktversorgungsgebiet.
Die Zeit von 1938 bis 1945
Nach dem Untergang Österreichs im März 1938 übernahm die Berliner Reichsgesellschaft VIAG die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG-Aktienpakete der Stadt Innsbruck und des Bankenkonsortiums und brachte sie in die neu gegründete Alpenelektrowerke AG ein. Die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG wurde Bestandteil der Alpenelektrowerke, sie verlor ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit. Zwischen 1938 und 1941 wurde als erstes Kraftwerk am Tiroler Inn das Laufwerk Kirchbichl errichtet. Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurde das Gerloskraftwerk im Zillertal fertig gestellt.

Kraftwerk Achensee: Alt und Neu

Erste grenzüberschreitende 110 kV-Leitung Mitteleuropas
