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Gegenwart

Liberalisierung des Strommarktes

Seit der Liberalisierung der Strommärkte Ende der 90er-Jahre tätigt die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG Stromhandelsgeschäfte mit in- und ausländischen Unternehmen. Die TIWAG als Eigentümerin des Übertragungsnetzes hat vorausschauend mit dem VERBUND eine Kooperation über die zukünftige Regelzonenführung und den Übertragungsnetzbetrieb in Tirol vereinbart.

Im Falle eines großflächigen Ausfalles der Stromversorgung ("black out") ist auch zukünftig sichergestellt, dass die TIWAG-Netz AG durch den Einsatz der Tiroler Kraftwerke und durch das in Tirol vorhandenen Netz die Stromversorgung im Inselbetrieb von Tirol aus autark wieder aufbauen kann und nicht auf Aktivitäten auf europäischer oder nationaler Ebene angewiesen ist.

Thermohydraulischer Verbund

Die sichere und preisgünstige Stromversorgung Tirols stützt sich seit Jahrzehnten auf den sogenannten "Thermohydraulischen Verbund", insbesondere mit dem Süddeutschen Raum. Hierbei wird Spitzenstrom aus Speicherwasserkraft gegen entsprechend größere Lieferungen von Grundlaststrom aus dem Süddeutschen Raum abgetauscht. Damit wird der für eine jahresdurchgängig gesicherte Versorgung notwendige Energiemix aus unterschiedlichen Erzeugungsformen sichergestellt, der besondere Standortvorteil Tirols (Spitzenstromerzeugung) optimal genutzt und der Standortnachteil Tirols (begrenzte Grundlastkapaziäten) ausgeglichen.

Die TIWAG beliefert ca. 170.000 Endkunden direkt mit Strom. Für jene Tiroler Städte und Gemeinden, die eigene Stadt- bzw. Gemeindewerke betreiben, ist die TIWAG Vorlieferant.

Weitere Geschäftsfelder

Neben dem Stromgeschäft ist die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in weiteren Geschäftsfeldern tätig. Dazu zählt vor allem die Erdgas- und Fernwärmeversorgung.

Künftige Wasserkraftnutzung in Tirol

In den letzten zehn Jahren ist auch das "Wasserkraftland" Tirol Schritt für Schritt zum Stromimportland geworden. Die eigene Wasserkrafterzeugung muss durch Zukäufe, insbesondere von Grundlaststrom aus dem Ausland, ergänzt werden. Zur Gewährleistung einer auch künftig sicheren, nachhaltigen, kostenstabilen und ökologisch verträglichen Stromversorgung Tirols ist ein weiterer, angemessener Ausbau der heimischen Wasserkräfte unverzichtbar.

Wohl überlegt und gut geplant

Der Optionenbericht über mögliche Standorte diente als breite Diskussions- und Entscheidungsgrundlage für den weiteren Ausbau der heimischen Wasserkraft. Am 9. Dezember 2004 wurde der Optionenbericht der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG der Tiroler Landesregierung sowie der Öffentlichkeit vorgestellt.

Energiepolitische Grundsatzentscheidung des Landes Tirol

Im Sommer 2006 haben sich die Tiroler Landesregierung und der Tiroler Landtag zur Realisierung folgender Kraftwerksprojekte bekannt:

  • Neubau eines Speicherkraftwerkes in Malfon/Pettneu
  • Ausbau des Kaunertalkraftwerkes
  • Ausbau der Kraftwerksgruppe Sellrain/Silz
  • Neubau eines Speicherkraftwerkes in Raneburg/Matrei in Osttirol

Mit dieser Grundsatzentscheidung ist der Ausbau der Wasserkraft demokratisch entschieden und politisch gesichert.

Dialog und Begegnung

Nach der Leitentscheidung der Tiroler Landesregierung arbeitete die TIWAG einen Masterplan zur schrittweisen Umsetzung der vier Wasserkraftprojekte aus und sucht verstärkt den Dialog und die Begegnung mit allen Beteiligten.

 

Die Projektunterlagen zur Erweiterung der Pumpspeicher-Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz wurdne im Dezember 2009 bei der UVP-Behörde eingereicht. Dies war ein entscheidender Meilenstein für den weiteren Ausbau der heimischen Wasserkraft.

 

Derzeit arbeitet das Programmbüro KW-Projekte an der Einreichung für das Projekt "Ausbau Kraftwerk Kaunertal".

 

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Biomasse-Heizkraftwerk Kufstein
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TIGAS-Arbeiten
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Fotomontage KW Kühtai
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